Maler/-innen und Lackierer/-innen gestalten Innenbereiche mit einer Vielzahl von Materialien und Beschichtungstechniken. Daneben sanieren und gestalten sie Außenbereiche bis hin zur Betonsanierung. Aber auch das Planen und Montieren von Wärmedämmverbundsystemen ist Bestandteil dieses Berufsbilds. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben stehen Maler/-innen und Lackierer/-innen stets in engem Kontakt mit den Kunden. Hierzu gehört auch der Erwerb der Fähigkeit, kompetent über die vielfältigen Aufgabenstellungen zu kommunizieren. Gerade Frauen beweisen hier oft überdurchschnittliche Fähigkeiten.

Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung zur Aufnahme in die Fachklasse für Maler/-in und Lackierer/-in ist ein entsprechender Ausbildungsvertrag bei einem Ausbildungsbetrieb im Einzugsbereich der Schule, und dass Sie gerne handwerklich arbeiten und ein gewisses Maß an Kreativität besitzen. Da sie in engem Kundenkontakt arbeiten, ist ein freundliches und offenes Wesen entscheidende Voraussetzung zur erfolgreichen Ausübung des Berufes.

Ausbildung

Die Ausbildung zum/zur Maler/-in und Lackierer/-in dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit sind Sie abwechselnd zwei Wochen im Betrieb und eine Woche in der Berufsschule (Blockunterricht). Hier werden Sie in Theorie und Praxis unterrichtet. Der Hauptteil der praktischen Ausbildung findet jedoch im Betrieb statt. Der Unterricht gliedert sich in 12 Lernfelder, in denen u. a. Grundkenntnisse der Formen- und Farbenlehre sowie Kenntnisse der Werkzeuge und Werkstoffe vermittelt werden.

Prüfungen

Die Ausbildung endet mit dem erfolgreichen Ablegen der Gesellenprüfung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Mit dem Erwerb des Gesellenbriefes besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung auf einer Meister- oder Technikerschule zum/zur Malermeister/-in oder Farbtechniker/-in. Damit können Sie sich durch Gründung eines eigenen Betriebes selbstständig machen.

Mit einem vorhandenen oder nachträglich bei uns erworbenen mittleren Bildungsabschluss können Sie eine Fachoberschule mit Schwerpunkt Farbe und Gestaltung oder Bautechnik besuchen. Nach erfolgreicher Prüfung erwerben Sie die Fachhochschulreife. Damit besteht für Sie die Möglichkeit des Studiums an einer Fachhochschule.